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Es gilt, vergehendes Wissen in die Gegenwart zu retten, zerfallendes Kulturgut für sich und die Nachwelt in der Region zu erhalten.

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Die Kaltenmühle bei Altenschlirf
"Gut, dass ich im Kopf noch in Ordnung bin"

Wildromantisch am Altefeldbach zwischen Altenschlirf und Schlechtenwegen gelegen steht die 350 Jahre alte Kaltenmühle. Nicht auszuschließen, dass ihr imposantes Fachwerkgebäude von dem virtuosen Zimmermann Johannes Heinrich Muth im Jahre 1704 auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus errichtet worden ist. Bis vor kurzem bewohnte die 88 jährige Elisabeth Kind die ehemalige Mühle, die nun zum Verkauf ansteht.

  

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Längst außer Betrieb und doch zeugen Spuren von ihrer stolzen Vergangenheit: Die Kaltenmühle ist noch heute ein eindrucksvolles Gebäude, an dessen Giebel das eigentliche Mühlenhaus angelehnt ist. Die Kaltenmühle oder Kalte Mühle, deren Namensgebung im Dunkeln der Geschichte liegt, war als wasserradbetriebene Getreidemühle errichtet worden. Sie soll ursprünglich im Besitz der Riedesel gewesen sein und diente, wie so viele Mühlen in der Gegend, als Kundenmühle. Hier wurde das Korn der Bauern gegen Lohn oder einen Teil des Mehls vermahlen. Eine Urkunde aus dem Jahre 1740/1748 verweist auf einen Gemeindemüller Kimbel (02.01.1701 bis 14.06.1763) von "Altenschlürf", Vater von zehn Kindern, der die Mühle erwarb. Das Dokument hat er mit drei Kreuzen unterschrieben.

  

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Schaut man sich das ungewöhnliche Fachwerk an, sind Ähnlichkeiten zum imposanten Edelhof im nahen Crainfeld, 1683 gezimmert, oder zur eindrucksvolle Teufelsmühle in Ilbeshausen, 1691 errichtet, unverkennbar. Das gilt auch für das Fachwerkhaus Im Graben 36 in Lauterbach und das 1706 in der Rudloser Straße in Angersbach errichtete Haus. Alle diese Gebäude werden dem Lauterbacher Zimmermann Johannes Heinrich Muth zugeschrieben, dessen Person und Wirken dennoch rätselhaft bleibt.

 

 

 

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